By sintesia
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  • 07 May

BLM Group Logo

Elektronisches Kanban mit externen Lieferanten reduziert Liefermahnungen und Lagerverwaltung

Das italienische Unternehmen BLM Group Spa fertigt in seinen Werken in Como und Trient Werkzeugmaschinen für die Rohr- und Blechbearbeitung. Mit seiner mehr als 50-jährigen Erfahrung ist das Unternehmen Marktführer in seinem Bereich dank der fortwährenden Innovation und der starken Präsenz auf den wichtigsten Märkten weltweit. An den drei Fertigungsstandorten, BLM Spa, Adige Spa und Adige-sys Spa, arbeiten mehr als 500 Mitarbeiter.

Maschine von BLM Adige

2014 beschloss das Unternehmen, auf ein elektronisches Kanbansystem umzusteigen, um die Aufträge an die Lieferanten besser steuern zu können. Da es in seinem internen Lager zuvor bereits ein manuelles Kanbansystem eingesetzt hatte, war BLM mit den Kanbangrundlagen vertraut. Heute sind in KanbanBOX 350 Artikel angelegt, die allesamt zugekauft werden. In den kommenden Monaten wird das Kanbansystem auch auf Kleinteile ausgeweitet, sodass sich die Zahl der Artikel verdoppelt. Derzeit werden 4 externe Lieferanten per Kanban gesteuert und bis Ende 2015 soll die Zahl auf 6 gesteigert werden.

Insgesamt hat die Software Vorteile auch bei der Materialsteuerung gezeitigt und bei den entsprechenden Tätigkeiten zu einer Zeitersparnis von 15 % geführt. Auch im Verhältnis zu den Lieferanten konnten die Ziele erreicht werden, sodass die Liefermahnungen drastisch zurückgegangen sind und heute sogar bei null liegen. Die Einführung der Software war leicht und wenig zeitaufwändig.

Wir haben einige Fragen an Antonio Allevi gerichtet, den Leiter der Standardmontage bei BLM, um mehr über die Erfahrungen des Unternehmens mit der Software zu hören.

Nachdem es in einer Fachzeitschrift über KanbanBOX gelesen hatte, beschloss das Management der BLM Group, auf ein elektronisches System überzugehen, um die externen Zukäufe besser handeln zu können. Im Zuge der Software-Einführung hat sich das Unternehmen eine Reihe von Zielen gesetzt, darunter „Effizienzsteigerung des Kanbans mit dem Lager, Minderung des Informationsaustauschs zwischen den Unternehmensbereichen, Zeiteinsparung und größere Transparenz“. Das Unternehmen wünschte eine bessere Reaktionsfähigkeit der Lieferanten und ein stärkeres Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter an den Fertigungslinien, sowie eine „Reduzierung der Zeit für die Einkaufstätigkeit, denn bei Kanban erstellt die Managementsoftware nur eine Bestellung pro Jahr“.

BLM-Montage

Die Besonderheit bestand bei in diesem Fall darin, dass die Reduzierung der Bestände nicht repräsentativ war für den Nutzen, der durch die Software erzielt werden sollte. „Die Minderung der Vorräte war in diesem Fall kein vorrangiges Ziel, da das auf diese Weise gesteuerte Material zur Klasse ‚C‘ gehört. Daher war das Handling dieser Artikel für die verschiedenen Unternehmensbereiche in diesem Fall kostspieliger als die Lagerhaltung“. Ferner hat sich durch den Übergang vom manuellen auf elektronisches Kanban keine starke Reduzierung der Fehler aufgrund des Verlustes oder einer fehlerhaften Handhabung der Kanbankarten ergeben, weil „wir beim Lager-Kanban die Karte nicht vom Behälter entfernen“ und mithin „an dieser Stelle keinen Nutzen erzielen konnten“.

Bei den Liefermahnungen gab es eine erhebliche Verbesserung dank der Automatisierung des Prozesses. Antonio Allevi erläutert, dass „der Prozess jetzt automatisch abläuft. Abgesehen von einigen Handhabungsfehlern, wenn beispielsweise der Behälter nicht auf 'leer' gesetzt wird. In diesem Fall gehe ich ins interne Lager und fülle den leeren Behälter wieder auf. Allgemein war bei den Liefermahnungen ein Rückgang festzustellen.".

Die Software wurde im Jahresverlauf schrittweise eingeführt und alle zwei Monate haben wir einen neuen Lieferanten angelegt. Diesen Ansatz haben wir aus Gründen der Vorsicht gewählt, wohingegen aus technischer Sicht die Software keinerlei Schwierigkeiten in der Anwendung bereitet hat. „September-Oktober haben wir mit 2 Lieferanten angefangen, einem für Halbfertigwaren und einem für Standardprodukte. Zunächst mussten wir die Daten eingeben, zum Lieferanten fahren und die Vorbereitungen im Unternehmen treffen.“.

„KanbanBOX ist sehr anwenderfreundlich und dies ist zweifellos ein Vorteil“, sagt Antonio Allevi und ergänzt: „Die Dateneingabe ist einfach“. Die einzige Schwierigkeit liegt darin, dass „es nicht mit unserem System verbunden ist, sodass gelegentlich Daten doppelt vorhanden sind“. In Zukunft möchte BLM „die Implementierung mit einem Interface zwischen KanbanBOX und unserem ERP zu Ende führen“ (Anmerkung: derzeit steigt BLM Spa auf eine andere Managementsoftware um). Ein weiteres Hindernis lag in der Statusänderung auf „leer“, die anfänglich im Lager erfolgte und später zeitlich vorgezogen wurde, sodass sie jetzt direkt an der Montagelinie vorgenommen wird: „Wir haben vier unterschiedliche Montagelinien mit 4 unterschiedlichen Personen. So war es zu Anfang während der Schulungsphase unvermeidlich, dass Fehler auftraten.“

Insgesamt, so Antonio Allevi, ist BLM zufrieden mit dem elektronischen Kanbansystem von KanbanBOX, da sich Lieferungen jetzt einfacher und rascher abwickeln lassen.


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